Department Kunstwissenschaften
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Prof. em. Dr. Hans Daucher erhält den Ehrenpreis des Schwabinger Kunstpreises 2011

02.03.2011

Die Schwabinger Kunstpreise werden jedes Jahr auf Vorschlag einer Jury an Persönlichkeiten oder Institutionen, die in besonderer Weise kulturelle und künstlerische Leistungen für Schwabing im Sinne seiner Tradition erbracht haben, verliehen. Die Kunstpreise 2011 erhalten der Veranstalter Till Hofmann und der Bildhauer Edmund Puchner, der Kunstpädagoge Professor Hans Daucher wird mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet.

Stifter der Preise sind die Kulturstiftung der Stadtsparkasse München, Karl Eisenrieder – Café Münchner Freiheit, die Constantin Film AG und die Landeshauptstadt München. Die Preisverleihung findet am 8. Juni durch Oberbürgermeister Christian Ude im Rahmen einer geschlossenen Veranstaltung statt.

Die Jury (Karl Forster, Süddeutsche Zeitung; Ronald Köhler, BR-Fernsehen; Gabriella Lorenz, Abendzeitung; Martina Scherf, Süddeutsche Zeitung, und Michael Schleicher, Münchner Merkur).

Hans Daucher lehrt als Emeritus noch immer am Institut für Kunstpädagogik.

AUS DER LAUDATIO DER JURY

Den gebürtigen Amberger zog es kurz nach dem Krieg nach München, wo er zunächst Philosophie und Psychologie und dann an der Akademie der Bildenden Künste Malerei studierte. Seine Wohnung mit Atelier wurde bald zum Treffpunkt der Schwabinger Kunstszene. Denn Hans Daucher hatte damals schon nach der Devise gearbeitet: Mache Kunst und diskutiere darüber. Schon immer war es ihm wichtig, Menschen im besten Sinne Kunst beizubringen. In den 70er Jahren gelang ihm Dank seiner Überzeugungs- und Durchsetzungskraft, die Eingliederung der Kunstpädagogik in die Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften der LMU.

Fragt man nach Dauchers Verdiensten in seiner aktiven Zeit als Professor für Kunstpädagogik, fällt immer schnell der Begriff vom „frischen Wind“, den er entfachte. Nur ein Beispiel: Schon 1986 konnten sich seine Studenten aktiv mit der Bildgestaltung am Computer auseinandersetzen, eine Pioniertat und Indiz dafür, dass Neugier und Offenheit für künstlerisches Arbeiten unabdingbar sind.

Zeit seiner Lehrtätigkeit hat Hans Daucher Tausenden angehenden Kunstpädagogen die Lust an einem Metier eingeimpft, das im schulischen Alltag immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird. Nicht zuletzt durch seine Kurse auf Frauenchiemsee und seine legendären Mal-Reisen nach Capri, wo er Studenten ermöglicht, zu Jugendherbergspreisen in einer der welt-schönsten Villen zu arbeiten. Viele der dort entstandenen Werke werden in der Katholischen Hochschulgemeinde an der Leopoldstraße ausgestellt.

Hans Dauchers sechsbändiges Opus Magnum „Wege des Zeichnens“ ist zum Standardwerk für alle geworden, die sich mit Bildender Kunst beschäftigen. Seine „Große Zeichenschule“ wurde unlängst zum wiederholten Male neu aufgelegt.“